Dr. Falko Grube
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9. Mehr Gleichstellung und Selbstbestimmung

Bei uns in Magdeburg, bei uns in Sachsen-Anhalt soll jeder und jede nach seinen und ihren Bedürfnissen leben können. Mit einer gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern in allen gesellschaftlichen Bereichen. Mit einer selbstverständlichen Akzeptanz von Lesben, Schwule, Bisexuellen, Intersexuellen und Transgender. Mit barrierefreien Zugängen zu allen Teilen des Lebens für Menschen mit Behinderungen.

Was so selbstverständlich klingt, braucht im wahren Leben tatkräftige Handeln, denn von einer tatsächlichen Gleichstellung sind wir in vielen Bereichen noch weit entfernt. Dazu soll das „Landesprogramm für ein geschlechtergerechtes Sachsen-Anhalt“ weiterentwickelt und umgesetzt werden. Die Koalition strebt bis zum Ende dieser Legislatur einen Frauenanteil von 50 Prozent in den Leitungsfunktionen der öffentlichen Verwaltung (inklusive Schulen) und an allen Hochschulen an. In allen Gremien und Unternehmen, an denen das Land beteiligt ist, werden wir die Parität bis Ende 2017 umsetzen. Zudem wollen wir schrittweise das anonymisierte Bewerbungsverfahren für den öffentlichen Dienst einführen.

Die Koalition hat sich außerdem dazu vereinbart, den Schutz vor Diskriminierung wegen sexueller Identität in die Landesverfassung (Artikel 7) aufzunehmen. Wirkliche Gleichstellung gibt es allerdings erst, wenn auf Bundesebene die Ehe für alle und das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare durchgesetzt wird. Aus meiner Sicht, muss sich die Landesregierung hierfür ebenfalls einsetzen.